{"id":340,"date":"2019-10-15T10:46:29","date_gmt":"2019-10-15T08:46:29","guid":{"rendered":"https:\/\/zauberlehrling.dk\/?page_id=340"},"modified":"2019-10-15T10:50:24","modified_gmt":"2019-10-15T08:50:24","slug":"der-zauberlehrling-original-tekst","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/zauberlehrling.dk\/de\/der-zauberlehrling-original-tekst\/","title":{"rendered":"Der Zauberlehrling &#8211; original tekst"},"content":{"rendered":"<figure class=\"wp-block-image\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Datei:Tovenaarsleerling_S_Barth.png\"><img src=\"https:\/\/upload.wikimedia.org\/wikipedia\/commons\/thumb\/0\/05\/Tovenaarsleerling_S_Barth.png\/220px-Tovenaarsleerling_S_Barth.png\" alt=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Zauberlehrling<\/strong>,<\/p>\n\n\n\n<p>\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ballade\">Ballade<\/a>\u00a0von\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Johann_Wolfgang_von_Goethe\">Johann Wolfgang von Goethe<\/a>\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Hat der alte Hexenmeister<br>sich doch einmal wegbegeben!<br>Und nun sollen seine Geister<br>auch nach meinem Willen leben.<br>Seine Wort und Werke<br>merkt ich und den Brauch,<br>und mit Geistesst\u00e4rke<br>tu ich Wunder auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Walle! walle<br>Manche Strecke,<br>da\u00df, zum Zwecke,<br>Wasser flie\u00dfe<br>und mit reichem, vollem Schwalle<br>zu dem Bade sich ergie\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nun komm, du alter Besen!<br>Nimm die schlechten Lumpenh\u00fcllen;<br>bist schon lange Knecht gewesen:<br>nun erf\u00fclle meinen Willen!<br>Auf zwei Beinen stehe,<br>oben sei ein Kopf,<br>eile nun und gehe<br>mit dem Wassertopf!<\/p>\n\n\n\n<p>Walle! walle<br>manche Strecke,<br>da\u00df, zum Zwecke,<br>Wasser flie\u00dfe<br>und mit reichem, vollem Schwalle<br>zu dem Bade sich ergie\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Seht, er l\u00e4uft zum Ufer nieder,<br>Wahrlich! ist schon an dem Flusse,<br>und mit Blitzesschnelle wieder<br>ist er hier mit raschem Gusse.<br>Schon zum zweiten Male!<br>Wie das Becken schwillt!<br>Wie sich jede Schale<br>voll mit Wasser f\u00fcllt!<\/p>\n\n\n\n<p>Stehe! stehe!<br>denn wir haben<br>deiner Gaben<br>vollgemessen! \u2013<br>Ach, ich merk es! Wehe! wehe!<br>Hab ich doch das Wort vergessen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ach, das Wort, worauf am Ende<br>er das wird, was er gewesen.<br>Ach, er l\u00e4uft und bringt behende!<br>W\u00e4rst du doch der alte Besen!<br>Immer neue G\u00fcsse<br>bringt er schnell herein,<br>Ach! und hundert Fl\u00fcsse<br>st\u00fcrzen auf mich ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Nein, nicht l\u00e4nger<br>kann ichs lassen;<br>will ihn fassen.<br>Das ist T\u00fccke!<br>Ach! nun wird mir immer b\u00e4nger!<br>Welche Miene! welche Blicke!<\/p>\n\n\n\n<p>O du Ausgeburt der H\u00f6lle!<br>Soll das ganze Haus ersaufen?<br>Seh ich \u00fcber jede Schwelle<br>doch schon Wasserstr\u00f6me laufen.<br>Ein verruchter Besen,<br>der nicht h\u00f6ren will!<br>Stock, der du gewesen,<br>steh doch wieder still!<\/p>\n\n\n\n<p>Willst am Ende<br>gar nicht lassen?<br>Will dich fassen,<br>will dich halten<br>und das alte Holz behende<br>mit dem scharfen Beile spalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Seht da kommt er schleppend wieder!<br>Wie ich mich nur auf dich werfe,<br>gleich, o Kobold, liegst du nieder;<br>krachend trifft die glatte Sch\u00e4rfe.<br>Wahrlich, brav getroffen!<br>Seht, er ist entzwei!<br>Und nun kann ich hoffen,<br>und ich atme frei!<\/p>\n\n\n\n<p>Wehe! wehe!<br>Beide Teile<br>stehn in Eile<br>schon als Knechte<br>v\u00f6llig fertig in die H\u00f6he!<br>Helft mir, ach! ihr hohen M\u00e4chte!<\/p>\n\n\n\n<p>Und sie laufen! Na\u00df und n\u00e4sser<br>wirds im Saal und auf den Stufen.<br>Welch entsetzliches Gew\u00e4sser!<br>Herr und Meister! h\u00f6r mich rufen! \u2013&nbsp;<br>Ach, da kommt der Meister!<br>Herr, die Not ist gro\u00df!<br>Die ich rief, die Geister<br>werd ich nun nicht los.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbIn die Ecke,<br>Besen, Besen!<br>Seids gewesen.<br>Denn als Geister<br>ruft euch nur zu seinem Zwecke,<br>erst hervor der alte Meister.\u00ab<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zauberlehrling, \u00a0Ballade\u00a0von\u00a0Johann Wolfgang von Goethe\u00a0 Hat der alte Hexenmeistersich doch einmal wegbegeben!Und nun sollen seine Geisterauch nach meinem Willen leben.Seine Wort und Werkemerkt ich und den Brauch,und mit Geistesst\u00e4rketu ich Wunder auch. Walle! walleManche Strecke,da\u00df, zum Zwecke,Wasser flie\u00dfeund mit reichem, vollem Schwallezu dem Bade sich ergie\u00dfe. 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